Scheidung

Als Rechtsanwalt berate ich Sie umfassend zur Scheidung.

Wenn die Scheidung droht:

  • Kopieren Sie wichtige Unterlagen (Steuererklärungen, Steuerbescheide, Gehaltsbelege, Lebensversicherungen, notarielle Kaufverträge, u.a.). Nach dem Auszug eines Partners müssen die Unterlagen im Unterhalt oder Zugewinn oft zeit- und kostenintensiv vom Gegner angefordert oder gar eingeklagt werden.
  • Heben Sie von gemeinsamen Konten 50% ab. Dieser Betrag steht Ihnen im Innenverhältnis zu (§ 426 Abs. 1 BGB). Häufig werden Konten kurz nach dem Auszug eines Partners von einem komplett leergeräumt. Der hälftige Betrag muss dann später eingeklagt werden. Beugen Sie dem vor!
  • Sind Kinder vorhanden? Nehmen Sie frühzeitig Kontakt zum Jugendamt auf. Das berät Sie kostenlos (Elternberatung). Sie zeigen so zugleich Ihre Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit gegenüber Dritten bzw. dem Partner, was Ihnen im Sorgerecht positiv angerechnet wird.

Die Scheidung nach deutschem Recht erfordert den Ablauf des Trennungsjahres. Versöhnungsversuche von maximal zwölf Wochen unterbrechen das Trennungsjahr nicht.

Im Idealfall einigen Sie sich mit dem Partner auf das Trennungsdatum. Das Datum ist ein wichtiger Stichtag für Auskunftsansprüche, Beweislastregeln, Unterhaltsansprüche, Nutzungsersatzansprüche, Ablauf bestimmter Fristen (z.B. 6-monatige Rückkehrabsicht beim Überlassen der Ehewohnung). Daher sollten Sie sich möglichst früh zu den Trennungs- und Scheidungsfolgen anwaltlich beraten lassen!

Sie können auch innerhalb der Ehewohnung getrennt leben (Kurzformel: Trennung von „Bett und Tisch“, also getrenntes Schlafen und Haushalten).

In Härtefällen (insbesondere beweisbare sexualisierte Gewalt) ist eine Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres möglich. Die Gerichte sind dabei sehr streng, Härtefälle sind selten.

Der Scheidungsantrag kann schon vor Ablauf des Trennungsjahres gestellt werden (sog. verfrühter Scheidungsantrag). Das ist sinnvoll, da die Zustellung des Scheidungsantrags an den Gegner ein wichtiger Stichtag ist (Ende der Zugewinngemeinschaft, Ende der Ehezeit im Versogungsausgleich, Scheitern der Ehe, objektiver statt angemessener Wohnvorteil, Vorsorgeunterhalt, usw.)

Scheidung nach ausländischem Recht:

Bei Auslandsbezug können Sie ggf. mit Ihrem Partner das ausländische Scheidungsrecht wählen (sog. Rechtswahl). Das ist vorteilhaft, wenn dort keine oder eine kürzere Trennungszeit besteht.

Sollte ausländisches Scheidungsrecht gelten, gibt es Kommentare mit Länderberichten (insb. vom kürzlich verstorbenen Kollegen Rieck, sowie Henrich/Bergmann/Ferid, Internationales Ehe- und Kindschaftsrecht), sodass ich Sie hier umfassend beraten kann.

Der Scheidungsantrag muss von einem Rechtsanwalt eingereicht werden. Die Zustimmung des Ehepartners zur Scheidung ist ohne Rechtsanwalt möglich.

Nutzen Sie das Kontaktformular, und nehmen Sie noch heute Ihre Scheidung in Angriff!

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